Europäische Akademie für bio-psycho-soziale Gesundheit / Fritz Perls Institut

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Weiterbildung Paartherapie im Integrativen Verfahren

Zertifizierte Ausbildung zur/zum Partnerschule®-TrainerIn – an der Europäischen Akademie EAG

Die meisten Menschen wünschen sich eine glückliche, harmonische und vor allem langfristige Partnerschaft und in den Zukunftsperspektiven vieler junger Menschen spielen Kinder, also die Gründung einer eigenen Familie, eine ganz zentrale Rolle. Deshalb ist es schmerzlich, wenn diese Zukunftsperspektiven scheitern, zumal eine feste, stabile und glückliche Partnerschaft sich als einer der besten Prädikatoren für Lebenszufriedenheit, Glück, Wohlbefinden und Gesundheit erweist.
Umgekehrt kann eine unglückliche Paarbeziehung zu einem relevanten Risikofaktor für psychische Störungen wie Depressionen, Angststörungen, Substanzmissbrauch werden.

Weil Paare das spüren, weil sie zusammenbleiben wollen (!), suchen sie Unterstützung für die Klärung und Bewältigung ihrer Beziehungsprobleme. Mit einem „Zusammen-Darüber-Reden“, vielleicht mit der Freundin oder dem Freund, sind Paare in der Krise oft nicht weitergekommen, denn eine Aussprache alleine ist für die Lösung schwerwiegender Probleme nur ein begrenzt geeignetes Medium. Viele Interaktions- und Kommunikationsstörungen haben ihre Ursache in dem WIE, der nonverbalen und verbalen, der emotionalen, motivationalen und basalkognitiven Seite der Beziehungsgestaltung. Dieses WIE–Prozessstrukturen von Lebens- und Beziehungsstilen – wurde vor allem in den frühen Lebensjahren, aber auch in der späteren Kindheit und im Jugendalter durch das Miteinander in der Herkunftsfamilie, die Interaktionsqualitäten zwischen den wichtigen Nahraumpersonen wie Mutter und Vater, Geschwistern, Großeltern usw. erfahren und dadurch gelernt. Ähnlich der Syntax und Grammatik einer Sprache sind diese Prozessstrukturen zunächst einmal dem Bewusstsein nicht zugänglich. Da belastende, defizitäre oder traumatische Kindheitserfahrungen nachwirken können und sich in somatischen, psychischen bzw. ökopsychosomatischen Gesundheitsproblemen zu zeigen vermögen, aber auch in der Partnerschaft etwa durch Verweigerungshaltungen, Kommunikationsschwierigkeiten, durch Vermeidung von Nähe und Zwischenleiblichkeit, durch Kontrollzwang oder Sprachlosigkeit, gilt es solchen Nachwirkungen oder Folgestörungen auf die Spur zu kommen, um sie zu erkennen und in positive Richtung zu verändern.

Dank ihres bio-psycho-sozial-ökologischen Paradigmas bietet die Integrative Therapie hervorragende Möglichkeiten, Sprachlosigkeit oder dysfunktionale verbale und/oder nonverbale Interaktion/ Kommunikation durch die Arbeit mit dem Körper, durch kreative Medien, durch alternative Formen sozialen Miteinanders zu überwinden.

Auf diesen modernen, forschungsgestützten Erkenntnissen und Konzepten aufbauend wurde das Modell der Partnerschule seit 1990 unter den Alltagsbedingungen einer Ehe- und Familienberatungsstelle entwickelt. Sie kommt als Paartherapie im dyadischen oder triadischen Setting (sogenannter Einzelberatung) und ganz besonders in und mit Gruppen zum Einsatz.

Da die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Modells der Partnerschule in prospektiven quantitativen und in qualitativen Untersuchungen nachgewiesen wurde, wird sie in der Grünen Liste Prävention beim Justizministerium Niedersachsen geführt. Sie ist bei Ratsuchenden sehr beliebt, so dass sie gerne im Bekanntenkreis von der Partnerschule erzählen.

pdf_small Hier erhalten Sie den Flyer zum Download.

Zielgruppe:ÄrztInnen, Ehe- und FamilienberaterInnen, PädagogInnen, PsychologInnen, SozialpädagogInnen und andere Interessierte, die mit Paaren arbeiten wollen
Form:3 x 5 Tage
Gebühr:1.500,- € (in Teilbeträgen von 500,- € pro Seminar) plus ÜVP
Leitung:Dr. Rudolf Sanders,
Begründer des paartherapeutischen Verfahrens Partnerschule, Herausgeber der Fachzeitschrift Beratung Aktuell
Renate Lissy-Honegger, MA, Dipl.-Lebensberaterin, Dipl.-Pädagogin, Partnerschultrainerin, Rust (Österreich)
Ort:Hückeswagen
Abschlüsse:Teilnahmebescheinigung oder
Zertifikat: Partnerschule-TrainerIn – Paarberatung im Integrativen Verfahren bei Teilnahme an allen Seminaren
Beginn:08.-12.09.2021

Termine:

Seminar:Termin:Leitung:
Beziehungsmuster und Interaktionsstörungen in Paardiagnostik und Beratung08.-12.09.2021Dr. Rudolf Sanders
Renate Lissy-Honegger
In Verbundenheit wachsen12.-16.01.2022Dr. Rudolf Sanders
Renate Lissy-Honegger
Sexualität als Ressource eines Paares27.04.-01.05.2022Dr. Rudolf Sanders
Renate Lissy-Honegger

Anmeldung:

Wenn Sie sich für eine Kompaktweiterbildung interessieren, erfolgt eine Anmeldung über folgenden Weg:

Persönliche Kontaktaufnahme mit dem Institut (ggf. freie Plätze).
bei Bedarf Beratungsgespräch (keine Voraussetzung, 02192-858- 16 oder 18).
Füllen Sie das Anmeldeformular aus und faxen oder senden Sie uns dies zu.
Sie sind angemeldet und erhalten alle weiteren Informationen ca. 4 Wochen vor Beginn der Veranstaltung.

Seminarinhalte:

1. Seminar
Beziehungsmuster und Interaktionsstörungen in Paardiagnostik und Beratung
Der Aufbau einer vertrauensvollen, entwicklungsförderlichen Atmosphäre steht im Mittelpunkt des ersten Seminars. Vermittelt und eingeübt wird selbsterfahrungsorientiert die Arbeit mit dem Körper, das Paarinterview zur Beziehungsgeschichte, implizite Diagnostik der aktuellen Paargestalt mit ihren Herausforderungen und Ressourcen durch die Erstellung einer Plastik. Durch Malen eines Kindheitsbildes und durch expressives Schreiben nach einer Tiefenentspannung wird möglichen Zusammenhängen zwischen aktuellen Beziehungskrisen und frühen, aber auch späteren Lernerfahrungen nachgegangen, denn Probleme und Schwierigkeiten sind immer multikausal.

2. Seminar
In Verbundenheit wachsen
Paartherapie und Paarberatung wird dann leicht, wenn konkrete Ziele angestrebt werden. Dieses kann nicht „das Glück“ als solches sein. Glück und Zufriedenheit sind immer das Ergebnis von konkreter Lebens- und Beziehungsgestaltung. So stehen im Mittelpunkt des zweiten Seminars Methoden, die dem Einzelnen ermöglichen, im Angesicht der Partnerin und des Partners sich immer mehr zu der Persönlichkeit zu entwickeln, die in ihm steckt, um so immer mehr persönliche Souveränität zu entwickeln.
In der Bewegungsarbeit kommen Elemente der Budo Kampfkunst zum Tragen: „Ich zeige Dir meine Stärke und achte deine Verletzlichkeit“. Unter Verwendung des Zürcher Ressourcen Modell ZRM® und anderer Methoden werden konstruktive Materialien aus den Speichern des Unbewussten genutzt, um Ziele und Leitprinzipien zu entwickeln, was man selber dazu tun kann, sich in seiner Beziehung wohlzufühlen. Im spiegelnden Resonanz-Gespräch wird wohlwollendes Zuhören eingeübt.

3. Seminar
Sexualität als Ressource eines Paares
Durch Psychoedukation, den „Abschied vom Dampfkesselmodell“ und durch körpernahe bzw. leibhaftige Erfahrungen der Achtsamkeit, des verbalen Austausches in der Gruppe mit anderen Teilnehmern, „Fremden“, über Sexualität zu sprechen, entwickeln die Partner in diesem für die meisten ungeübtem Bereich kommunikative Kompetenz als wichtige Voraussetzung, um eine für sie stimmige Sexualität als eine über die Lebensspanne sich verändernde Ressource zu entwickeln.
Die Akzeptanz des eigenen Leibes, das Wohlfühlen mit der eigenen Leiblichkeit, ein Zugang zu Formen der Gegengeschlechtlichkeit, „meine weiblichen, meine männlichen Seiten“, werden, um sich besser einfühlen zu können, durch kreative Medien ermöglicht.

Medien zum Thema

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Hören Sie einen Beitrag des Senders Radio Iserlohn mit Dr. Rudolf Sanders zum Thema: Abenteuer Partnerschaft.

Forschung von Dr. Rudolf Sanders zum Thema Integrative Paartherapie – Grundlagen – Praxeologie – Evaluation (Dissertation Univ. Münster 1996)

Bettina Löwen, 2016, Masterarbeit, Kath. Hochschule NRW, Abteilung Paderborn, untersucht in einer qualitativen Studie inwieweit die „Partnerschule Paar- und Sexualberatung“ nach Dr. Rudolf Sanders Autonomie und Verbundenheit die Paarbeziehung fördert:
Die Bedeutung von Autonomie und Verbundenheit für gelingende, lebenslange Partnerschaft

Lesen Sie hier einige Stimmen zur Partnerschule.

Rudolf Sanders, Beziehungsprobleme verstehen – Partnerschaft lernen, 2006 kostenfreier Download hier.