Europäische Akademie für bio-psycho-soziale Gesundheit / Fritz Perls Institut

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Kreativitätstherapie im Integrativen Verfahren

Die Integrative körperorientierte  Kreativitätstherapie bezieht sich auf alle Bereiche künstlerischen, kreativen Ausdrucks wie Musik, bildnerisches Gestalten, Poesie, Tanz, Bewegung, Puppen- und Maskenspiel, Theater etc.
Das Integrative Verfahren räumt der Kreativität grundsätzlich einen hohen Stellenwert ein. Dies hängt mit seinem anthropologischen Verständnis und seinem Persönlichkeitskonzept zusammen. Der Mensch ist ein schöpferisches Wesen, das sich über seine Sinne mit seinem Leib wahrnimmt und (sich) gestaltet. Entsprechend sind integrative Kreativitätstherapien leib- und körperbezogene, ganzheitlich orientierte Verfahren.
Im Kontext einer Lebenswelt, die zunehmende Entfremdung produziert, kommen kreativen Ausdrucksmöglichkeiten um so mehr an Bedeutung zu. Kreativität und Spontaneität sind Zeichen von Gesundheit, ihr Fehlen oder ihre Einschränkung können Anzeichen von Krankheit sein. Multipler Entfremdung muss mit multipler Stimulierung begegnet werden.
Neben den genannten therapeutischen Wirkungen eines erlebniszentrierten Weges enthalten kreative Medien (Ton, Farben, Musik, Maskenbau etc.) bereits in sich ein hohes Stimulierungspotential, das Experimentierlust anregt, Phantasie beflügelt und in einem weiten Sinn neue Konfigurationen durch neue Konstellationen und Probehandlungen ermöglicht. Eine spezifische Anwendung intermedialer Arbeit findet sich in den sogenannten „intermedialen Quergängen“ (Orth, Petzold 1990c, 728), durch die das kreative Potential und Erleben erweitert und vertieft wird. Praktisch bedeutet diese Arbeitsweise das Überschreiten und Transformieren einer Ausdrucksmodalität in eine andere. So kann im Zuge einer thematischen Einheit ein akustischer Eindruck in ein gemaltes Bild umgesetzt werden, das Bild wiederum durch einen Text ergänzt werden. Eine körperliche Erfahrung findet beispielsweise Ausdruck in einer Tonplastik usw.

Diese Weiterbildung führt im Rahmen eines Kurzzeitcurriculums mittels Theorie- und Praxisverschränkung in die Techniken und therapeutischen Möglichkeiten der Integrativen Kreativitätstherapie ein. Das eigene Erleben der Methoden im Seminar spielt grundsätzlich im Sinne einer professionellen Selbsterfahrung die wichtigste Rolle.

pdf_small Hier erhalten Sie den Flyer zum Download.

Zielgruppe:Angehörige therapeutischer, sozialer, pädagogischer und künstlerischer Berufe und alle Interessierten, die ihre kreativen und künstlerischen Potenziale weiter ausbauen möchten und in ihre tägliche Arbeit einbringen möchten.
Form:4 x 4 Tage
Gebühr: 1.440,- € (360,- € pro Seminar) plus Pensionskosten
Leitung:Ilse Orth, Birgit Hirsekorn und Mitarbeiterinnen
Ort:Hückeswagen
Abschluss:Bescheinigung oder
Zertifikat über die Kompaktweiterbildung in Integrativer körperorientierter Kunst- und Kreativitätstherapie bei Teilnahme an allen Seminaren, hierfür zusätzlich erfoderlich: Seminar Psychopathologie – Ursachen seelischer Erkrankungen (210,-€), Seminar Integrative Theorie (210,-€)

Anmeldung:

Wenn Sie sich für eine Kompaktweiterbildung interessieren, erfolgt eine Anmeldung über folgenden Weg:

Persönliche Kontaktaufnahme mit dem Institut (ggfls. freie Plätze).
bei Bedarf Beratungsgespräch (keine Voraussetzung, 02192-858- 16 oder 17).
Füllen Sie das Anmeldeformular aus und faxen oder senden Sie uns dies zu.
Sie sind angemeldet und erhalten alle weiteren Informationen ca. 4 Wochen vor Beginn der Veranstaltung.

 

Seminarinhalte:

1. Seminar:
Arbeit mit Masken und szenischem Spiel
Eine Maske ist nicht nur das, was sie zeigt, sondern auch das was sie verbirgt. Sie schützt und trennt ebenso, wie sie Grenzen aufhebt und damit Verborgenes zum Vorschein treten lässt, transformiert und befreit. Das Spiel im „leeren Raum“ der Bühne geht aus von spontanen Szenen, Gedanken, Träumen oder Konflikten, die in selbstangefertigten Masken Gestalt annehmen und im Spiel lebendig und erfahrbar werden. Dieses Seminar beinhaltet eine Einführung in die Arbeit mit Masken und Schminke.

Termine in Kürze

2. Seminar:
Ressourcenorientiertes Arbeiten
Über Selbsterfahrung werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Erlebnis- und Wahrnehmungsfähigkeit von Klienten und PatientInnen im Umgang mit kreativen Medien entwickelt und gefördert werden kann. Die Aufarbeitung erfolgt durch ausgewählte Methoden Integrativer Therapie und Gestalttherapie.

Termine in Kürze

3. Seminar:
Bewegung, Ausdruck, Musik
Umgang mit dem leiblichen Wahrnehmungsund Ausdrucksvermögen gehört zu den zentralen Aufgaben kreativer Arbeit. Auf der Grundlage der Integrativen Bewegungstherapie werden Methoden der Sensory Awareness, des kreativen Bewegungsausdrucks und der Bewegungsimprovisation vermittelt. Raumerleben, Orientierung und Kommunikation durch Bewegung und die Arbeit mit Musikcollagen sind weitere Elemente des Seminars.

Termine in Kürze

4. Seminar:
Praxis, Beratung und Supervision
In diesem Seminar sollen die Erfahrungen, die mit den kreativen Methoden und Medien auf der persönlichen, gruppalen und professionellen Ebene gemacht wurden. Auf die Situation der Teilnehmenden in ihrem jeweiligen Umfeld übertragen werden. Fragen, Möglichkeiten und Grenzen zum methodischen Vorgehen in den jeweiligen beruflichen Kontexten der Teilnehmenden werden im supervisorischen Rahmen bearbeitet.

Termine in Kürze