Europäische Akademie für bio-psycho-soziale Gesundheit / Fritz Perls Institut

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Wirksam Führen und Leiten in psychosozialen Einrichtungen

„Leiten will gelernt sein“ heißt es so schön. In der Praxis wird von Führungskräften verlangt Entscheidungen zu treffen. Hierbei muss die eigene Haltung, der Kontext, d.h. Rahmenbedingungen und die anderen handelnden Personen, wie die Vorgaben des Trägers, die Bedürfnisse der Nutzer und Kunden, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Mitarbeiter, berücksichtigt werden. Ein komplexes Feld, das komplexe Wahrnehmungsfähigkeit verlangt – und dies oft in Sekundenschnelle.

Ziel der Bildungsmaßnahme ist das Befähigen von Leitungskräften, ein „Leiten ohne Leiden“ zu lernen und sich als Leitungskraft zu empowern. Das hierfür notwendige Wissen wird hier vermittelt, anhand der eigenen Praxis reflektiert und in der Praxis erprobt.  So können im psychosozialen Bereich aus Leitungskräfte High-Level-Leitungskräfte werden, die Teams zu High-Level-Teams befähigen, und ihren Bereich im Sinne der Klienten, Bewohner, Patienten eigenverantwortlich, zufrieden und mit gutem Ergebnis führen können.

Zielgruppe:Führungs- und Leitungskräfte und Selbständige im psychosozialen Bereich in Personalverantwortung
Form:4 x 4 Tage
Gebühr:1.280,- €
plus ÜVP
Leitung:Robert Gottschalk
Ort:Köln
Abschluss:Zertifikat Wirksam Führen und Leiten in psychosozialen Einrichtungen

Anmeldung:

Wenn Sie sich für eine Kompaktweiterbildung interessieren, erfolgt eine Anmeldung über folgenden Weg:

Persönliche Kontaktaufnahme mit dem Institut (ggfls. freie Plätze).
bei Bedarf Beratungsgespräch (keine Voraussetzung, 02192-858- 16 oder 18).
Füllen Sie das Anmeldeformular aus und faxen oder senden Sie uns dies zu.
Sie sind angemeldet und erhalten alle weiteren Informationen ca. 4 Wochen vor Beginn der Veranstaltung.

1. Seminar
Leitungsidentität und Ressourcenanalyse
Nur eine positiv empfundene eigene Leitungsidentität garantiert souveränes, ressourcenreiches und erfolgreiches Führen. In diesem ersten Block wird neben der Identitätsarbeit im beruflichen und privaten Kontext und Kontinuum die eigene Leitungsrolle zum Thema, immer mit dem Ziel, Identität zu stärken, schädigende berufliche Identität zu modifizieren und Ressourcen zu entwickeln.
Seminarinhalte: Ressourcentheorie und Souveränitätsassesment, die fünf Säulen der Identität, die Leitungskraft als Rollen- und Funktionsträger, Mehrperspektivität in der Führung, Führungspanorama, Auseinandersetzung mit der eigenen Leitungsrolle, Führungsbegriffe und Führungsmythen, stimmige Kommunikation als Führungskraft

2.Seminar
Leitungs- und Führungstheorie
Jede Organisation, jede Institution generiert Macht. Diese kann anhand diagnostischer Maßnahmen transparent und somit handhabbar werden. Selbst Konflikte können somit einen großen Teil ihrer Brisanz verlieren. Strukturelle Konflikte können erkannt und bearbeitet werden. Somit wird in die Führungs- und Leitungsarbeit ein hoher reflexiver Anteil eingebracht, der Lernen im Leiten ermöglicht.
Seminarinhalte: Macht, Machtheorie, Organisations- und Institutionskulturkonzepte, prozessuale Diagnostik, Grundlagen der Kommunikation als FK, Führungstheorien (insbesondere: systemische Führung, das Bürokratiemodell nach Weber und reflexives Management), Führungsgrundsätze.

3.Seminar
Leitungs- und Führungspraxis
Nicht das Vorhandensein von Konflikten und Problemen ist unnormal sondern ihr Nichtvorhanden sein. Dies gilt in besonderem Maße für Führungs- und Leitungskräfte in Zeiten raschen Wandels und ungewisser Zukunft. Dies muss thematisiert sein und wird exemplarisch am Thema „Sucht am Arbeitsplatz“ behandelt.
Seminarinhalte: Erfahrung der eigenen Wirksamkeit, Kontrolltheorie, Kontrollmeinung, Leitungscoaching insbesondere im Veränderungs- und Krisenmanagement, Pareto-Verteilung, Konflikte und schwierige Mitarbeiter, Sucht am Arbeitsplatz, Führen und Mikropolitik, Organisation / Institution, Unterschiede zwischen High Level und Low Level Teams, Stärken-Schwächen-Assessment.

4. Seminar
Abschluss und Integration:
Das Seminar stellt die Frage, wie dauerhaftes Leiten ohne Leiden möglich wird und zeigt Perspektiven gesunden Führungsverhaltens auf. Führungskräfte, die sich selbst zum Projekt machen, somit lern- und veränderungsfähig bleiben, sich Anforderungen anpassen können, ohne dabei ihre Ecken und Kanten zu verlieren, die im positiven Sinne unbequem sind, haben gute Möglichkeiten, ein erfülltes und zufriedenes Berufsleben als Führungskraft zu entwickeln. Sie können am eigenen Modell lernen. Mit dieser Grundhaltung werden beständig Ideen und Visionen generiert und umgesetzt, es wird gemanagt und nicht verwaltet.
Seminarinhalte: strategisches Management, das Umsetzen und Sichern schwieriger Arbeitsaufträge, strategisches Selbstmanagement, Visionsentwicklung, Szenariotechnik, Grundlagen der Fehlerkultur.