Europäische Akademie für bio-psycho-soziale Gesundheit / Fritz Perls Institut

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Bildungsurlaub – Danzig – junge Stadt mit Narben des zweiten Weltkrieges

Danzig, die Stadt an der Mottlau, ist jung, dynamisch, hübsch restauriert und heute wieder ein attraktives Ziel für Städtereisende. Doch gab es auch andere Zeiten. Spuren aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft sind überall sichtbar. Sie braucht man nicht zu suchen. Dabei sah die Zukunft mit dem im Jahr 1919 geschlossenen Versailler Vertrag rosigen Zeiten entgegen. Danzig erlangte den Status der Freien Stadt und befreite sich so aus dem Exklave-Dasein. Diese existierte seit 1793, dem Jahr Danzig an Preußen fiel. Das hatte zur Folge, dass die ehemals prosperierende Hansestadt einen nie dagewesenen Niedergang erlebte. Doch dann kam es noch schlimmer. Im Jahr 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht und der faschistische Terror nahm zu. Am 1. September 1939 morgens begann hier in Danzig um 4:47 Uhr mit Schüssen des Panzerschiffs Schleswig-Holstein auf das Munitionslager Polens auf der Westerplatte der Zweite Weltkrieg. Verteidigt wurde die Westerplatte von der Polnischen Post für ganze sieben Tage, dann übernahm die Übermacht der deutschen Truppen. Nach dem Krieg war Danzig vollständig zerstört. Der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahrzehnte. Die Lage in der Stadt verbesserte sich unter dem kommunistischen System nach dem Krieg aber auch nicht sonderlich. Die Arbeiter streikten für ihr Recht auf Brot und die Gewerkschaft Solidarność entstand. 1981 wurde der 16-monatigen Freiheit durch den Ausruf des Kriegsrechtes in der Nacht ein jähes Ende gesetzt, Solidarność verboten. Die wohl schwerste Zeit für die Danziger dauerte bis 1989, bis zum Mauerfall an. Die Solidarność Bewegung hat am Ende maßgeblich zum Paradigmenwechsel auf der sozialistisch-kommunistischen Landkarte geführt. Allen voran Glasnost und Perestroika führten zur Auflösung des sowjetischen Regimes. Für die fünf Tage soll der Leitgedanke sein: „Hinschauen und nicht vergessen“. Wir  werden Orte der nationalsozialistischen Gräueltaten aufsuchen und auch solche besuchen, die als direkte Folge des Kriegsgeschehens zu sehen sind, immer auch mit dem Blick nach vorn auf die heutige, junge, dynamische und blühende Metropole.

Leitung: Martina Müller M.A. Martina Müller ist studierte Slawistin und kooperiert im Rahmen der Marketing Initiative SOUTH COAST BALTIC mit dem Verband der polnischen Ostseestädte und –Gemeinden (ZMIGM) und verfügt über ein umfangreiches Insiderwissen.

Gebühr: 
870,- €(Ü/F) inkl. Zusatzkosten für Sehenswürdigkeiten

Unterkunft/Verpflegung: Dieser Bildungsurlaub findet im Q Hotel Grand Cru Gdańsk statt. 5 x Übernachtung mit Frühstück

Zusatzkosten: Eigene Anreise nach Danzig und zur Unterkunft, Mittagsimbiss, Abendimbiss.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt an die EAG

Achtung: Es gelten die individuellen Unterbringungskonditionen der Seminarhäuser.
Die Zimmerkategorien Altbau/Neubau im Online-Anmeldeformular treffen nur für Seminare in Hückeswagen zu. 

Download:
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TitelFormZeitraumGebührLeitungOrt
Danzig – junge Stadt mit Narben des zweiten Weltkrieges6 Tage19.04.2020 - 24.04.2020870,-€Martina MüllerDanzigBuchen