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Therapeutische Begleitung von alten Menschen. Mit alten Menschen arbeiten - Intergenerationale Zusammenarbeit - mit dem eigenen Altern arbeiten
Zielgruppe: Personen, die in der Altenarbeit tätig sind, SeniorenberaterInnen, AltenpflegerInnen, SeelsorgerInnen, DiakonInnen, PädagogInnen, SozialpädagInnen, Krankenschwestern, -Pfleger, ErzieherInnen, Interessierte auf Anfrage.
3 Blöcke á 3 Tage
Beginn: 05. - 07. Juni 2009
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hilarion G. Petzold, Lotti Mülle, lic. phil. , Renate Neddermeyer
Ort: Beversee
Gebühr: € 720,-
AltersforscherInnen haben mittlerweile zweifelsfrei den Mythos widerlegt, dass ältere und alte Menschen psychisch und emotional nicht mehr veränderungsfähig seien, da sich innere Haltungen zu sehr verfestigt hätten und sich eine psychologisch/ therapeutische Intervention nicht mehr lohne. Heute weiß man, entgegen früherer Vorurteile, dass Menschen sich bis ins hohe Alter emotional weiterentwickeln können. Alte Menschen zeigenbisweilen „eigenwillige“ Verhaltensweisen, ziehen sich zurück und trauen sich nicht mehr vor die Tür.
Oft sind Einsamkeit, beginnende Demenz oder altersbediingte Hirnleistungsstörungen hier eine Ursache. Ältere Menschen werden jedoch therapeutisch oft nicht so adäquat behandelt wie jüngere Menschen.Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Freiheit von konfliktbedingten und quälenden seelischen Symptomen sind Eigenschaften, auf die gerade alte Menschen nach einem arbeitsreichen und oft auch mühevollen Leben einen Anspruch haben. In bald 40 Jahren der Arbeit mit alten Menschen wurde in der Integrativen Therapie ein Reichtum gerontotherapeutischer Methodik entwickelt. Aufgrund der dramatischen demografischen Entwicklung werden ältere und alte Menschen in Zukunft eine der Hauptziel- und -klientengruppen der psychosozialen Beratungsarbeit.
Aus dieser Situation wurde das „Kompaktcurriculum“ mit dem Themenschwerpunkt „Mit alten Menschen arbeiten“ entwickelt. Es richtet sich an alle, die sich mit den Prozessen des eigenen Alterns auseinander setzen möchten und für die begleitende Arbeit mit älteren und alten Menschen weiterqualifizieren wollen.
Literatur:
H. G. Petzold: Mit alten Menschen arbeiten, Stuttgart: Pfeiffer/Klett-Cotta Bd I 2004, Bd. II 2005. Petzold, H. G., Bubolz, E.: Psychotherapie mit alten Menschen. Paderborn: Junfermann 1979.
Petzold, H.G., Müller, L. (2005a): Supervision in der Altenarbeit, Pflege, Gerontotherapie: Brisante Themen – Konzepte – Praxis, Integrative Perspektiven. Paderborn: Junfermann.
Seelische Erkrankungen und Störungen im Alter
Klinische Gerontotherapie
Das Seminar stellt Grundlagen einer differentiellen „klinischenGerontotherapie“ vor. Genderspezifisch wird auf seelische Veränderungen und Erkrankungen älterer und alter Männer und Frauen geschaut. Die sozialen Faktoren: veränderte Selbstkonzepte, Identitätsattributionen, Netzwerksituationen und die neurobiologischen Faktoren: Veränderungen in Wahrnehmungs- und zerebralen Verarbeitungsprozessen führen zu Formen seelischer Alterserkrankungen oder kommen in solchen zum Tragen. Spezifische Störungsbilder werden vorgestellt und auf psychotherapeutische Möglichkeiten hin bearbeitet: Ängste und Angststörungen im Senium, Altersdepressionen, Kontrollbedürfnis und Zwänge, Verlust von Gedächtniskompetenz und dementielle Erkrankungen, psychotische Störungen, psychosomatische Probleme. Ergebnisse der gerontologischen Psychotherapieforschung werden für die Entwicklung von Behandlungsstrategien herangezogen und an Beispielen aus der Praxis der Teilnehmer erklärt.
05. - 07. Juni 2009
Kreative Techniken in der Therapie mit alten Menschen
Die integrative und intermediale Therapie mit kreativen Medien eröffnet in der Arbeit mit alten Menschen eine Fülle von Zugängen. Sie erschließt mit ihren vielfältigen therapeutischen Methoden und Techniken im Besonderen die nonverbalen Anteile der Persönlichkeit - ein gerade in der Therapie mit alten Menschen nicht hoch genug einzuschätzender Reichtum. Sie trägt zur Wiedergewinnung, zum Erhalt und zur Förderung von Identität bei. Dies ist umso bedeutsamer, als mit zunehmendem Alter häufig der drohende Verlust von Lebenssinn bzw. Unsicherheit, Rückzug und Vereinsamung einhergehen. Altern hat ebenso zu tun mit der schleichenden Verringerung der Selbstorganisation des Leibes. Techniken der Kunsttherapie, der Poesie- und Bibliotherapie, der Musiktherapie und Leib- und Bewegungstherapie können hier Möglichkeiten der sensomotorischen Vitalisierung, des Zugewinns an Selbsterleben, an Selbstwert und Selbstbewusstsein schaffen. Darüber hinaus sind sie hilfreiche Instrumente einer fundierten Theragnostik.
In diesem Seminar soll anhand des eigenen Tuns, der Reflexion und durch Praxisbeispiele der Einsatz von kreativen Medien und kunstbezogenen Methoden in der Therapie mit alten Menschen den Teilnehmern nahe gebracht werden.
11. - 13. September 2009
Altern: ein Lebensprozess
Das Seminar hat zum Ziel, zentrale Erkenntnisse moderner Sozialgerontologie, die für den psychologischen und psychotherapeutischen Umgang mit Alternsprozessen und psychischen Belastungen im Alter relevant sind, praxisbezogen zu vermitteln. Was heißt altern, wie erlebe ich es, wie beeinflusst es meine seelischen Prozesse. Wie entwickle ich „Selbstkompetenz des Alterns“. Identitätsprozesse im Alter: subtile Stigmatisierungen, Innere Feinde und Freunde. Grundkonzepte und -prinzipien der Gerontotherapie: Seelisches Altern, konstruktives Altern zwischen Aktivität und Zentrierung. Netzwerkdynamiken alternder Netzwerke und „intergenerationale Kompetenz“ werden thematisiert. Gestaltung von differentiellen Beziehungen der Beratung, Begleitung, Therapie. Psychodynamik, Übertragungsphänomene, Verluste, Trauer, Trost bei älteren und alten Menschen. Techniken wie „life review“ und Lebensbilanz, Erlebensintensivierung, Arbeit mit protektiven Faktoren und Resilienzen sind weitere Themen des Seminars.
02. - 04. November 2009
Therapeutische Begleitung von alten Menschen 69.67 Kb
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