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Mit alten Menschen arbeiten - Intergenerationale Zusammenarbeit - mit dem eigenen Altern arbeiten
AltersforscherInnen haben mittlerweile zweifelsfrei den Mythos widerlegt, dass ältere und alte Menschen psychisch nicht mehr veränderungsfähig seien, da sich innere Haltungen zu sehr verfestigt hätten und sich eine Psychotherapie nicht mehr lohne.
Heute weiß man, entgegen früherer Vorurteile, dass Menschen sich bis ins hohe Alter psychisch weiterentwickeln können. Studien belegen ebenfalls, dass Psychotherapie bei älteren Menschen ähnlich wirkt, wie bei jüngeren.
Depressionen unterschiedlichen Ursprungs sind die häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter. Ein kleinerer Teil sind Angst- oder Panikstörungen. Beide Formen werden nach wie vor bei Älteren viel seltener erkannt, besonders die Differenzialdiagnose zu dementiellen Erkrankungen erscheint schwierig. Angehörige sind rat- und hilflos angesichts „eigenwilliger“ Verhaltensweisen oder wenn sich ältere Menschen zurückziehen und nicht mehr vor die Tür trauen.
Ältere Menschen werden daher psychotherapeutisch oft nicht so adäquat behandelt wie jüngere Menschen. Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Freiheit von konfliktbedingten neurotischen Symptomen sind Eigenschaften, auf die gerade alte Menschen nach einem arbeitsreichen und oft auch mühevollen Leben einen Anspruch haben. Auch beim alten Menschen sprechen ein hoher Leidensdruck, die positive Übertragung zum/ zur PsychotherapeutIn und die Hoffnung auf Besserung für eine günstige Prognose einer neurotischen oder psychosomatischen Störung.
In bald 40 Jahren der Arbeit mit alten Menschen wurde in der Integrativen Therapie ein Reichtum gerontotherapeutischer Methodik entwickelt. Aufgrund der dramatischen demografischen Entwicklung werden Ältere und alte Menschen in Zukunft eine der Hauptziel- und -klientengruppen der Psychotherapie und der psychotherapeutischen Praxen.
Auf ihre Behandlung sind die PsychotherapeutInnenn noch kaum vorbereitet, denn ein spezifisches sozialgerontologisches und gerontotherapeutisches Wissen und besondere methodische Erkenntnisse sind erforderlich.
Aus dieser Situation wurde das „Kompaktcurriculum“ mit dem Themenschwerpunkt „Mit alten Menschen arbeiten“ entwickelt. Es richtet sich an alle, die sich mit den Prozessen des eigenen Alterns auseinander setzen möchten und für die therapeutische oder begleitende Arbeit mit älteren und alten Menschen weiterqualifizieren wollen.
Kompaktcurriculum Psychotherapie mit alten Menschen 124.39 Kb
Kompaktcurricula 1,5 jährig
Mit den Kompaktcurricula bieten EAG/FPI zur Förderung beruflicher z.B. psycho- und soziotherapeutischer Kompetenzen Kurzzeitweiterbildungen an, in denen für die Arbeit mit spezifischen Zielgruppen (z.B. Kindern, Paaren, Suchtkranken und alten Menschen) mit besonderen methodischen Ansätzen, wie Bewegungspädagogik oder kreativen Medien, zusätzliche Qualifikationen erworben werden können. Ein psychosozialer Grundberuf sollte vorhanden sein. Die Kompaktcurricula sind für Angehörige therapeutischer, sozialer und pädagogischer Berufe mit einschlägiger Erfahrung bestimmt. Auf vorhandene Erfahrungen und Kenntnisse aufbauend, haben sie zum Ziel, die personale, soziale und professionelle Kompetenz der TeilnehmerInnen zu fördern. Die Seminare sind so aufgebaut, dass Methodik, Selbsterfahrung, Theorie, Praxis, Skilltraining und Supervision verbunden werden. Durch die Folge von in der Regel 5 x 5 Tagen in einem Zeitraum von 1 1/2 bis 2 Jahren soll eine mittelfristige Fortbildung geboten werden. Das Kompaktcurriculum schließt mit einem Zertifikat über die Teilnahme an den Seminaren ab.
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