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Kompaktcurriculum Psychologische SeniorenbegleiterIn Aufbaukurs
Zielgruppe: SozialpädagogInnen, Sozialarbeiter,
AltenpflegerInnen, ErzieherInnen, SeelsorgerInen, PfarrerInnen,
Krankenschwestern, Pfleger und Interessierte. Diese Weiterbildung
richtet sich an alle, die sich mit den Prozessen des eigenen Alterns
auseinander setzen möchten und für die begleitende Arbeit mit älteren
und alten Menschen weiter qualifizieren wollen.
Psychotherapeutische Begleitung von alten Menschen
Form: 3 Blöcke à 3 Tage
Beginn: 2011
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hilarion G. Petzold, lic. phil. Lotti Müller, Dipl. Päd. Renate Neddermeyer
Ort: Hückeswagen
Gebühr: EUR 720,- in 3 Raten zu zahlen
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AltersforscherInnen haben mittlerweile zweifelsfrei den Mythos widerlegt, dass ältere und alte Menschen psychisch und emotional nicht mehr veränderungsfähig seien, da sich innere Haltungen zu sehr verfestigt hätten und sich eine psychologisch/therapeutische Intervention nicht mehr lohne. Heute weiß man, entgegen früherer Vorurteile, dass Menschen sich bis ins hohe Alter emotional weiterentwickeln können. Alte Menschen zeigen bisweilen „eigenwillige" Verhaltensweisen, ziehen sich zurück und trauen sich nicht mehr vor die Tür.
Oft sind Einsamkeit, beginnende Demenz oder altersbedingte Hirnleistungsstörungen hier eine Ursache. Ältere Menschen werden jedoch therapeutisch oft nicht so adäquat behandelt wie jüngere Menschen. Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Freiheit von konfliktbedingten und quälenden seelischen Symptomen sind Eigenschaften, auf die gerade alte Menschen nach einem arbeitsreichen und oft auch mühevollen Leben einen Anspruch haben.
In bald 40 Jahren der Arbeit mit alten Menschen wurde in der Integrativen Therapie ein Reichtum an Methoden und Techniken für die Arbeit mit dem alternden Menschen entwickelt. Techniken der Kunsttherapie, der Poesie- und Bibliotherapie, der Musiktherapie und Leib- und Bewegungstherapie können hier Möglichkeiten des Zugewinns an Selbsterleben, an Selbstwert und Selbstbewusstsein schaffen.
Der/die Psychologische SeniorenbegleiterIn finden ein Arbeitsumfeld in Einrichtungen der Altenpflege und in Altenheimen. Ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Aufgaben aus den Bereichen Organisation und Durchführung von therapeutischen Maßnahmen. Das können speziell abgestimmte Rehabilitationspläne oder Behandlungen sein. Sie entwerfen Therapiepläne für ältere Menschen und stimmen sich u.U. mit den behandelnden Ärzten und Ärztinnen ab, um die Bedürfnisse individuell gestalten zu können. Das Gehalt oder der Verdienst kann durch das Arbeitsumfeld bestimmt sein. Das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens oder einer Einrichtung ab. Der Stundensatz richtet sich nicht zuletzt nach Art, Umfang und Qualität der Behandlung.
Literatur:
H. G. Petzold: Mit alten Menschen arbeiten,
Stuttgart: Pfeiffer/Klett-Cotta Bd. I 2004, Bd. II 2005.
Petzold, H. G., Bubolz, E.: Psychotherapie mit alten Menschen. Paderborn: Junfermann 1979.
Petzold, H.G., Müller, L. (2005a): Supervision in der Altenarbeit, Pflege, Gerontotherapie: Brisante Themen - Konzepte - Praxis, Integrative Perspektiven. Paderborn: Junfermann.
1. Seminar
Seelische Erkrankungen und Störungen im Alter
Das Seminar stellt Grundlagen seelischer Erkrankungen und Störungen im Alter vor. Geschlechtsspezifisch wird auf seelische Veränderungen und Erkrankungen älterer und alter Männer und Frauen geschaut. Die sozialen Faktoren: veränderte Selbstkonzepte, Identitätsprobleme, Netzwerksituationen und die neurobiologischen Faktoren: Krankhafte Veränderungen in der Hirntätigkeit führen zu Formen seelischer Alterserkrankungen oder kommen in solchen zum Tragen. Spezifische Störungsbilder werden vorgestellt und auf therapeutische Begleitungs-Möglichkeiten hin bearbeitet: Ängste und Angststörungen im Alter, Altersdepressionen, Kontrollbedürfnis und Zwänge, Verlust von Gedächtniskompetenz und dementielle Erkrankungen, psychotische Störungen, psychosomatische Probleme. Ergebnisse der gerontologischen Psychotherapieforschung werden für die Entwicklung von Behandlungsstrategien herangezogen und an Beispielen aus der Praxis der Teilnehmer erklärt.
2. Seminar
Kreative Techniken in der Therapie mit alten Menschen
Die Integrative und Intermediale Therapie mit kreativen Medien eröffnet in der Arbeit mit alten Menschen eine Fülle von Zugängen. Sie erschließt mit ihren vielfältigen therapeutischen Methoden und Techniken im Besonderen die nonverbalen Anteile der Persönlichkeit - ein gerade in der Therapie mit alten Menschen nicht hoch genug einzuschätzender Reichtum. Sie trägt zur Wiedergewinnung, zum Erhalt und zur Förderung von Identität bei. Dies ist umso bedeutsamer, als mit zunehmendem Alter häufig der drohende Verlust von Lebenssinn bzw. Unsicherheit, Rückzug und Vereinsamung einhergehen. Techniken der Kunsttherapie, der Poesie- und
Weiterbildung SeniorenbegleiterIn
Bibliotherapie, der Musiktherapie und Leib- und Bewegungstherapie können hier Möglichkeiten der sensomotorischen Vitalisierung, des Zugewinns an Selbsterleben, an Selbstwert und Selbstbewusstsein schaffen. Darüber hinaus sind sie hilfreiche Instrumente einer fundierten Theragnostik. In diesem Seminar soll anhand des eigenen Tuns, der Reflexion und durch Praxisbeispiele der Einsatz von kreativen Medien und kunstbezogenen Methoden in der Therapie mit alten Menschen den Teilnehmern nahe gebracht werden.
3. Seminar
Psychotherapeutscher Umgang mit Alternsprozessen
Das Seminar hat zum Ziel, zentrale Erkenntnisse moderner Sozial-gerontologie, die für den psychologischen und psychothera-peutischen Umgang mit Alternsprozessen und psychischen Belastungen im Alter relevant sind, praxisbezogen zu vermitteln. Was heißt altern, wie erlebe ich es, wie beeinflusst es meine seelischen Prozesse. Wie entwickle ich „Selbstkompetenz des Alterns". Identitätsprozesse im Alter: subtile Stigmatisierungen, innere Feinde und Freunde. Grundkonzepte und -prinzipien der Gerontotherapie: Seelisches.
Altern, konstruktives Altern zwischen Aktivität und Zentrierung.
Netzwerkdynamiken alternder Netzwerke und „intergenerationale Kompetenz" werden thematisiert. Gestaltung von differentiellen Beziehungen der Beratung und Begleitung. Psychodynamik, Übertragungsphänomene, Verluste, Trauer, Trost bei älteren und alten Menschen. Techniken wie „life review" und Lebensbilanz, Erlebens-intensivierung, Arbeit mit protektiven Faktoren und Resilienzen sind weitere Themen des Seminars.
Information und Anmeldung:
Europäische Akademie EAG
E-Mail:
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Telefon: 02192-858-0
Ansprechpartnerin: Bettina Ellerbrock
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