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Weiterbildung Integrative Leib- und Bewegungstherapie
Zielgruppe: Dipl. SozialpädagogInnen, Dipl. PsychologInnen, ÄrztInnen, TheologInnen, PhysiotherapeutInnen, Dipl. PädagogInnen, LehrerInnen, MusikerInnen, ErgotherapeutInnen, Krankenschwestern und Pfleger, und auf Anfrage andere Interessierte.
Dauer: 3 Jahre
- 12 Gruppenwochenenden; geschlossene Selbsterfahrungsgruppe, verteilt über 3 Jahre.
- 8 Theorieseminare im Kurssystem mit Teilnehmenden aus anderen Ausbildungszweigen, verteilt auf 3 Jahre.
- 1 vierzehntägiges Intensivseminar zusammen mit Teilnehmenden aus anderen Ausbildungszweigen im 2. und 3. Jahr.
Die Weiterbildung Integrative Bewegungstherapie vermittelt
- das Kennen lernen und Beeinflussen von leiblichen, d.h. psycho-physiologischen Funktionen wie Atmung, Puls, Spannung/Entspannung, Elastizität/Flexibilität, Erholungsverhalten.
- Kenntnisse über die differenzierte Wahrnehmung der eigenen bewussten und unbewussten Leibempfindungen und Gefühle mit ihrem biographischen Hintergrund.
- Kenntnisse über die psychophysische Selbstregulation, die Stress- und Konfliktverarbeitung.
- Empfindsamkeit für die „innere Bewegung“.
- das Angerührt-Sein und das Finden eines persönlichen Ausdrucks in der äußeren Bewegung bis hin zum Tanz
- die Förderung von Spontaneität, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit.
- das Aufdecken und Bewusst machen von offensichtlichen oder verdeckten Konflikten.
- das Ausprobieren von neuen Bewegungs-, Verhaltens- und Lebensmöglichkeiten
- das Finden von Alternativen für das Leben im Netzwerk der sozialen Beziehungen.
Die Gruppe in der Weiterbildung Integrative Bewegungstherapie wird als geschlossene Gruppe über 12 Gruppenwochenenden geführt. Diese methodischen Gruppenwochenenden(Selbsterfahrungswochenenden)der Weiterbildung Integrative Kunsttherapie stehen unter folgenden thematischen Schwerpunkten:
1. Jahr in der Weiterbildung Integrative Psychotherapie
- Leibliche Erfahrung – Grundlagen komplexer, ökologischer Wahrnehmung
- Therapeutische Rationalität
- Die Rolle kreativer Medien und Prozesse
- Die Rolle der Gruppe, Gruppenprozessanalyse, Evaluation der eigenen Entwicklung und der Gruppenentwicklung
- Ziele in Therapie und Selbsterfahrung
2. Jahr in der Weiterbildung Integrative Psychotherapie
- Dimensionen anthropologischer Gesundheits- und Krankheitslehre
- Persönliche Gesundheit, persönliche Krankheit, spezielle Störungslehre
- Emotionale Differenzierungsarbeit, Regression und Sexualität
3. Jahr in der Weiterbildung Integrative Psychotherapie
- Wege der Heilung und Förderung in prozessorientierter Arbeit
- Therapeutische Prozesse und Willsensentscheidungen
- Abschied und Auswertung
Die Integrative Bewegungstherapie ist ein Mitte der sechziger Jahre von Hilarion G. Petzold entwickeltes und später an der Fakultät für Bewegungswissenschaften in Amsterdam von ihm und seinen MitarbeiterInnen in Klinik, Forschung und Lehre weiter ausgearbeitetes modernes Verfahren biopsychosozialer, körperorientierter Therapie.
Die Integrative Bewegungstherapie bezieht die Erkenntnisse der Neurowissenschaften und Immunologie, der Sensopsychomotorik genauso ein, wie die Erfahrungen aus körperpsychotherapeutischen und bewegungstherapeutischen Traditionen und der Leibphilosophie.
Die Integrative Bewegungstherapie sieht den Menschen als Körper-Seele-Geist-Subjekt in seinem sozialen und ökologischen Umfeld. In dieser Arbeit steht der Leib, der beseelte Körper in der Gesamtheit seiner psychophysiologischen Funktionen und die ihm eingefleischte Geschichte mit ihren Stress und Entlastungsereignissen im Mittelpunkt der Therapie. So wie sich jedes Gefühl der Trauer, Wut, Freude und Angst in Gestik und Mimik sowohl in der Körperhaltung als auch in der Bewegung ausdrückt, so kann es sich auch im Körper einprägen.
Wird für diese Gefühle kein angemessener Ausdruck gefundne oder können Stresserlebnisse nicht reguliert werden, so können sie als verinnerlichte Belastungserfahrungen, als internalisierte Konflikte die unterschiedlichsten Beschwerden hervorrufen.Diese drücken sich über den Körper aus. Bewegung wird als „Lebensphänomen“ gesehen, als Krankheit hingegen zumeist als Entfremdungserscheinungen, z.B. als Fixierung der „Erstarrung“.
Die körperlichen, emotionalen, geistigen Verfestigungen/ Erstarrungen können in der Integrativen Bewegungstherapie entdeckt, erfahren und im Leib- und Bewegungserleben sowie im Gespräch bewusst(gemacht)werden.
Indikationen für die die Integrative Bewegungstherapie sind z.B. Angststörungen, Depressionen, Erschöpfungszustände, Psychosomatosen, Traumatisierungen wie Missbrauchs- und Gewalterfahungen, Persönlichkeitsstörungen wie das Borderline-Syndrom und Selbstwertprobleme.
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