| Körpertherapie |
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Kompaktcurriculum Integrative Körpertherapie
Das Kompaktcurriculum richtet sich an Menschen, die ihre Kenntnisse in
Integrativer Körpertherapie erweitern oder ergänzen möchten oder den
Aspekt der Integrativen Therapie in ihre Praxis mit einbeziehen
möchten. In einem kompakten Weiterbildungsgang sollen zentrale Konzepte
der Integrativen Leibtherapie und Körperarbeit vermittelt werden.
Termine:
Entsprechende therapeutische Vorerfahrung oder berufliche Vorbildung. Entscheidend ist das Zulassungsinterview bei einer/ einem Lehrtherapeuten.
1. Seminar In diesem Seminar werden Basiskonzepte Integrativer Leibtherapie und Körperarbeit vorgestellt: Der Mensch als Leibsubjekt, Leib und Identität, Lebenswelt und Evolution, Leib und Geschichte, Zwischenleiblichkeit. Sie führen zu einem integrativen Leibbegriff. Dieser und der Wahrnehmungs-Verarbeitungs-Handlungs-Zyklus, der den Körper als „informierten Leib“ ausweist, bilden die Grundlage für therapeutisches Handeln. Durch „bodycharts“ und die Erfahrung der eigenen Leibzeit werden Zugänge zu den „Archiven“ des Leibes und den dort im „Leibgedächtnis“ psychoneuroimmunologisch und neuronal gespeicherten Aufzeichnungen eröffnet. Biographische Erfahrungen werden erschlossen und der Bearbeitung zugänglich. Das Konzept der „Berührung durch Berührtheit“ bildet die Grundlage für den prozeßorientierten Einsatz von unspezifischen und spezifischen leibtherapeutischen Behandlungstechniken.
2. Seminar Die Aufarbeitung eigener therapeutischer Erfahrungen im Bereich basaler Emotionalität: Schmerz, Angst, Lust, Aggression durch körpertherapeutische Prozesse auf der Grundlage moderner psychophysiologischer Emotionsforschung ist Zielsetzung dieses Seminars. Dabei wird der Umgang mit emotionaler Mimik, Gestik, Atmung, mit dysfunktionalen „emotionalen Stilen“ vermittelt. Widerstand und Abwehrmechanismen auf der Körperebene, Panzerung, Hyperstreß, Dauerstreß und die Konzepte „stressphysiology“ und „wellnessphysiology“ werden praxisnah vorgestellt. Dabei wird die Handhabung von Übertragung und Gegenübertragung in der Körpertherapie erfahr bar. Methodisch befassen wir uns mit dem Konzept des „inneren Beistandes“, den Interventionstechniken der emotionalen Aktivierung, des Schmelzens, der muskulären und respiratorischen Stimulierung und des Supportes.
3. Seminar Frühe Defizite, Traumata und Störungen im Tonusdialog werden in ihrer Qualität als Körpererfahrung betrachtet. Pathogenen Wirkungen von Primärszenen in den ersten Lebensjahren wird in regressiver Körperarbeit nachgegangen. Zentriert wird nicht nur auf pathogene traumatische Erlebnisse und Defizite, sondern auch auf salutogene positive und protektive Erfahrung von Freude, Lust und Geborgenheit. Ein moderner Regressionsbegriff bildet die Basis des Verständnisses von Regressionsphänomenen und „Reparentingstrategien“. Das Erkennen und Handhaben von archaischen Evokationen, Methoden der Regressionsinduktion durch Atemtechnik, Hypnoide und Re-Setting, das Konzept des Nachnährens, die Arbeit mit Übergangsobjekten und dem spiegelnden Auge stellen weitere Schwerpunkte des Seminars dar. Gemeinsamkeiten und Differenzen zu anderen Formen regressionsorientierter Körpertherapie werden herausgearbeitet.
4. Seminar Die Folgen von traumatischem Stress sind häufig und schwerwiegend. Muster des chronischen „hyperarousal“ oder Muster des „numbing“, der Selbstanästhesierung, erscheinen oft verdeckt. Psychische, körperliche und soziale Probleme greifen ineinander. Eine „Stressphysiologie“ hat sich etabliert, die in Richtung einer „Wellness-Physiologie“ verändert wer den muß. Kathartisches Wieder durchleben, dramatischregressive Arbeit, z.T. die „Suche nach verdrängten Traumata“ sind problematisch oder kontraindiziert. Sie verfestigen die Stressphysiologie. Ergebnisse der PTSD Forschung, klinische Behandlungsansätze (debriefing, EMDR etc.) und spezifische Wege der Integrativen Therapie mit Dissoziationen, leiblichen Prägungen und der Affekt-Sprach-Entkopplung, Hyperarousal, Numbing zu arbeiten, werden vorgestellt. Praxisbeispiele der TeilnehmerInnen dienen als Arbeitsmaterial.
5. Seminar
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