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Kompaktweiterbildung Integrative Budo Therapie "Kampf – Stille – Tanz"
Zielgruppe Budo Therapie: Menschen, die in sozialpädagogischen, psychosozialen und klinischen Arbeitsfeldern mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsene arbeiten, sowie alle, die sich für Kampfkunst als Persönlichkeitstraining interessieren.
Form: 4 Blockseminare á 3 Tage
Beginn: 15.-17.11.2013
Gebühr: 960,- € (240,- € pro Seminar) plus Pensionskosten
Leitung: Frank Siegele, Lehrtherapeutinnen und Lehrtherapeuten der EAG
Ort: Hückeswagen
Beginn der Seminare jeweils 16 Uhr am Anreisetag; Ende 13 Uhr am Abreisetag
Abschluss 1 Bescheinigung über die Teilnahme an der Weiterbildung
Abschluss 2 Zertifikat
bei zusätzlicher Belegung der Seminare Psychopathologie 1 (210,-€) und Theorie 1 oder Theorie 2 (210,-€)
Zertifikat über Kompakt- Weiterbildung in Integrativer Budotherapie
Diese Weiterbildung ist zugleich das zweite Modul der Langzeitausbildung "Integrative Bewegungstherapie".
Trainerprofil Frank Siegele 486.32 Kb
Termine 2013 Hückeswagen:
Seminar
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Termin
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Leitung
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1. Die aufrechte Haltung
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15.-17.11.2013
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Frank Siegele
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2. Innerer und äußerer Kampf
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14.-16.02.2014 |
Frank Siegele |
3. Stille, Atem, Achtsamkeit
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16.-18.05.2014 |
Annette Höhmann |
4. Kata - Form, Kampf, Tanz
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12.-14.09.2014
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Frank Siegele |
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Ziele und Inhalte Budo Therapie:
Budo ist der Überbegriff fernöstlicher Kampfkünste (Judo, Aikido, Karatedo, Taekwondo, Kendo etc.) und bedeutet sinngemäß „ die Kunst, das Schwert nicht zu benutzen“ oder auch „die Kunst, den Speer anzuhalten“. Im Budo entwickelt man Kämpferqualitäten, Durchsetzungskraft und Selbstbehauptung und zugleich die Kompetenz, sich vor allem in schwierigen Situationen zu kontrollieren und den Überblick zu behalten. Achtung und Respekt dem andern gegenüber haben stets höchste Priorität. Budo ist gleichsam Fitness, Bewegung, WEGlehre und Meditation und steht im Dienste der Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung. Im Mittelpunkt steht das Training des Geistes durch Training des Körpers. Diese Weiterbildung vermittelt einen „Weg der Achtsamkeit“, um die Anforderungen des täglichen Lebens „aufrecht, stark, wehrhaft und sorgsam“ zu meistern, ob im beruflichen oder im privaten Feld. Gelingt es, in achtsamer Weise bei (und mit) mir selbst zu sein, gestaltet sich auch der Umgang mit dem Anderen zufriedenstellender und friedfertiger. Oder mit Lao-tse: „Wer seine Mitte nicht verliert, ist unüberwindlich“. „Achtsamkeit“ ist in der meditativ-nootherapeutischen Praxis der Integrativen Therapie bereits seit langem ein bedeutsames Konzept, welches in unserer heutigen schnelllebigen Zeit mit ihren komplexen Anforderungen wieder an besonderer Bedeutung gewinnt.
1. Seminar
Die aufrechte Haltung
Das Training der inneren Haltung erfolgt beim Budo über den Körper. Die aufgerichtete Körperhaltung im Stand und in der Bewegung korrespondiert dabei mit der inneren Auf-Richtung (Bottom-up-approach). Die Auseinandersetzung mit sich selbst über die innere Haltung und den eigenen Weg wird evident, der innere Kampf führt dann zur richtigen Entscheidung. In diesem Seminar wird die „aufrechte Haltung“ im Stehen, Gehen und Sitzen sowie in verschiedenen Bewegungsformen praktiziert und geübt. Aufrecht handeln, aufrichtig sein, das ist das Ziel, in allen Lebenslagen.
2. Seminar
Innerer und äußerer Kampf
„Geistesschulung ist wichtiger als Technik“, so Gichin Funakoshi, der Altmeister des Karatedo. Worum es in diesem Seminar zum Thema „innerer und äußerer Kampf“ geht, verdeutlicht vielleicht die nachfolgende Zen-Geschichte:Ein großer, harter Samurai ging einmal einen kleinen Mönch besuchen. "Mönch", sagte er in einem Ton, der sofortigen Gehorsam gewohnt ist, "lehre mich etwas über Himmel und Hölle!". Der Mönch sah zu dem mächtigen Krieger auf und entgegnete voller Verachtung: "Dich etwas über Himmel und Hölle lehren? Überhaupt nichts kann ich dich lehren. Du bist schmutzig. Du stinkst. Deine Klinge ist rostig. Du bist eine Scham und Schande für die Klasse der Samurais. Geh mir aus den Augen. Ich kann dich nicht ertragen." Der Samurai war wütend. Er zitterte, wurde ganz rot im Gesicht, war sprachlos vor Wut. Er zog sein Schwert und hob es in die Höhe, um den Mönch damit zu erschlagen. "Hier öffnet sich das Tor zur Hölle", sagte der Mönch sanft. Der Samurai war überwältigt. Das Mitgefühl und die Ergebenheit dieses kleinen Mannes, der sein Leben hergab, um ihm diese Lehre zu erteilen und ihm die Hölle zu zeigen! Langsam senkte er sein Schwert, erfüllt von Dankbarkeit und plötzlichem Frieden. "Und hier öffnet sich das Tor zum Himmel", sagte der Mönch sanft.
3. Seminar
Stille, Atem, Achtsamkeit
In der Stille ist der Fokus der Aufmerksamkeit nach innen gerichtet. Wir „horchen in uns hinein“, innere Bilder entstehen als Botschaften „von uns selbst an uns selbst“. Achtsamkeit wird verstanden, als „achtsam und wachsam sein, in der Welt, mit mir und mit andern“. „Über die Integrität eines jeden wacht ein jeder“ (Petzold), denn auf mich selbst zu achten, ist untrennbar mit der Achtung des andern verbunden. Still werden bedeutet nicht etwa, sich vom Realen zu entfernen, sondern im Gegenteil, ganz wach zu sein, hier und jetzt. In der Stille ruhe ich in meiner Mitte (Hara). Aufmerksamkeit und Konzentration sind auf den Hara gerichtet, mein Atem verbindet mein Inneres, meine Leibesmitte (Haraki) mit der äußeren Welt. Ein immerwährendes Ein und Aus, Geben und Nehmen, Kommen und Gehen, Öffnen und Schließen.
4. Seminar
Kata – Form, Kampf, Tanz
Mit „Kata“ bezeichnet man im Karatedo ein festgelegtes Bewegungsmuster im Raum, die stilisierte Form eines Kampfes gegen mehrere imaginäre Gegner. Geübt werden dabei präzise, sichere und kraftvolle Technik, Standfestigkeit, Wendigkeit und vitale Präsenz. Die Kata wird zum Tanz, zur Choreographie meiner Lebendigkeit, zum „Gesamtkunstwerk“ meiner persönlichen Ausdruckskraft. Die Form gibt mir Orientierung, ich forme mich gleichwohl selbst und finde zu meinem persönlichen Tanz durch mein Leben. Im gemeinsamen Tanz kann zäh gerungen, hart gekämpft, vorsichtig erspürt und sanft geführt werden – immer im Kontakt, immer gemeinsam, immer partnerschaftlich und in Würde. Der Tanz wird so zur vollendeten Form in Gemeinschaft. „Gib keinem ein Schwert in die Hand, der nicht tanzen kann!“, so ein chinesisches Sprichwort.
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